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GH-Achse, Proteinsynthese, Körperkomposition

Muskelaufbau.

Peptide, die in präklinischen und frühen klinischen Studien im Kontext von Wachstumshormonsekretion, Muskelmasse und Körperzusammensetzung untersucht wurden. Überwiegend GH-Sekretagoga aus der GHRH- und GHRP-Klasse.

15 Peptide in diesem Gebiet

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ThymosinWADA

TB-500

Thymosin Beta-4

RegenerationMuskelaufbauImmunmodulation

TB-500 (als synthetisches Analogon von Thymosin Beta-4, einem natürlich vorkommenden Peptid) interagiert mit G-Aktin und reguliert die Aktinpolymerisation in Zellen. Thymosin Beta-4 wird endogen in hohen Konzentrationen in Blutplättchen und anderen Zellen exprimiert und ist an Zellmigration, -proliferation und -differenzierung beteiligt. Präklinische Studien deuten auf Interaktionen mit dem angiogenetischen und entzündungsmodulierenden Signalweg hin. Die Bezeichnung 'TB-500' ist ein Handelsbegriff für ein synthetisches Fragment-Analogon und nicht identisch mit nativem Thymosin Beta-4.

präklinischDE: nicht zugelassen
GHRH-AnalogWADA

CJC-1295

CJC 1295

MuskelaufbauAnti-Aging

CJC-1295 ist ein synthetisches Analogon des körpereigenen Wachstumshormon-Releasing-Hormons (GHRH). Die Substanz bindet selektiv an den GHRH-Rezeptor in der Hypophyse und stimuliert dort die pulsatile Ausschüttung von Wachstumshormon (GH). Charakteristisch für CJC-1295 ist die DAC-Modifikation (Drug Affinity Complex): eine Maleimidopropionsäure-Gruppe bindet kovalent an zirkulierendes Serumalbumin und verlängert dadurch die Halbwertszeit von wenigen Minuten auf mehrere Tage. Dies erzeugt eine anhaltend erhöhte GH/IGF-1-Grundlinie statt physiologischer Pulse. Die Variante ohne DAC-Modifikation wird separat als Mod GRF 1-29 geführt und hat eine deutlich kürzere Wirkdauer.

frühe klinische StudienDE: nicht zugelassen
GHRPWADA

Ipamorelin

NNC 26-0161

MuskelaufbauAnti-Aging

Ipamorelin ist ein synthetisches Pentapeptid und selektiver Agonist am Ghrelin-Rezeptor (GHS-R1a). Durch Bindung an diesen Rezeptor in Hypophyse und Hypothalamus stimuliert es die pulsatile Sekretion von Wachstumshormon (GH). Im Vergleich zu anderen GHRP-Substanzen (z. B. GHRP-6) weist Ipamorelin in präklinischen Studien eine geringere Stimulation von ACTH und Cortisol auf, was als potenzieller Selektivitätsvorteil gewertet wurde – klinische Bestätigung steht aus.

frühe klinische StudienDE: nicht zugelassen
GHRH-AnalogWADA

Tesamorelin

Tesamoreline

MuskelaufbauStoffwechsel

Tesamorelin ist ein synthetisches Analogon des humanen GHRH (Growth Hormone-Releasing Hormone), bestehend aus dem vollständigen GHRH(1-44)-Peptid mit einer trans-3-hexenoic-Säure-Modifikation am N-Terminus. Diese Modifikation erhöht die Stabilität gegenüber enzymatischem Abbau durch Dipeptidylpeptidase IV (DPP-IV). Tesamorelin stimuliert die hypophysäre GH-Sekretion physiologisch-pulsatil, da es die endogene Rückkopplungsregulation über IGF-1 und Somatostatin erhält. Im Unterschied zu exogenem GH bleibt der physiologische Regulationsmechanismus intakt.

etabliert klinischDE: nicht zugelassen
IGF / InsulinanalogWADA

IGF-1

Insulin-like Growth Factor 1

MuskelaufbauRegeneration

IGF-1 ist ein 70-Aminosäuren-Polypeptid mit struktureller Homologie zu Insulin. Es bindet primär an den IGF-1-Rezeptor (IGF-1R), worüber es die PI3K/Akt/mTOR- sowie die Ras/MAPK-Signalkaskade aktiviert. Die Hauptproduktionsstätte ist die Leber, wo die Synthese durch Wachstumshormon (GH) stimuliert wird. IGF-1 gilt als zentraler Mediator der anabolen Wachstumshormon-Effekte auf Muskel-, Knochen- und Nervengewebe. Im Blut zirkuliert IGF-1 gebunden an IGF-Bindungsproteine (IGFBPs), die seine Bioverfügbarkeit und Halbwertszeit regulieren.

frühe klinische StudienDE: verschreibungspflichtig
IGF / InsulinanalogWADA

IGF-1 LR3

Long R3 IGF-1

Muskelaufbau

IGF-1 LR3 ist eine synthetisch modifizierte Variante des humanen IGF-1. Die Modifikation umfasst eine N-terminale Verlängerung um 13 Aminosäuren sowie den Austausch von Arginin durch Glutaminsäure an Position 3. Diese strukturellen Veränderungen reduzieren die Bindungsaffinität zu IGF-Bindungsproteinen (IGFBPs) erheblich, was die Bioverfügbarkeit steigert und die biologische Halbwertszeit im Vergleich zu nativem IGF-1 (circa 12–15 Minuten) auf geschätzte 20 Stunden verlängert. Der Wirkmechanismus am IGF-1-Rezeptor ist dem nativen IGF-1 analog: Aktivierung der PI3K/Akt/mTOR- und Ras/MAPK-Signalwege.

präklinischDE: nicht zugelassen
GHRPWADA

GHRP-2

Pralmorelin

MuskelaufbauAnti-Aging

GHRP-2 ist ein synthetisches Hexapeptid, das als potenter Agonist am Ghrelin-Rezeptor (GHS-R1a) wirkt. Die Bindung an GHS-R1a in somatotrophen Zellen des Hypophysenvorderlappens löst eine starke pulsatile Ausschüttung von Wachstumshormon (GH) aus. Gleichzeitig wird über hypothalamische Wirkung die Somatostatin-Hemmung reduziert, was den GH-Puls weiter amplifiziert. Im Vergleich zu GHRP-6 stimuliert GHRP-2 den Appetit weniger ausgeprägt, da die ghrenerge Wirkung auf den Hypothalamus geringer ist. GHRP-2 steigert zudem in moderatem Ausmaß Prolaktin und Cortisol — ein Effekt, der bei therapeutischen Dosierungen klinisch relevant sein kann.

frühe klinische StudienDE: nicht zugelassen
GHRPWADA

GHRP-6

Growth Hormone Releasing Peptide-6

MuskelaufbauStoffwechsel

GHRP-6 ist das erste synthetische Wachstumshormon-Sekretagogon (GHS) und Prototyp der GHRP-Klasse. Als potenter GHS-R1a-Agonist löst es pulsatile GH-Ausschüttung aus der Hypophyse aus. Charakteristisch für GHRP-6 ist eine ausgeprägte ghrelinmimetische Wirkung im Hypothalamus, die neben GH-Freisetzung eine starke Appetitstimulation über NPY- und AgRP-Neuronen vermittelt. Dieser Appetit-Effekt unterscheidet GHRP-6 klinisch von selektiveren GHRPs wie Ipamorelin. GHRP-6 steigert ebenfalls Cortisol und Prolaktin, stärker als GHRP-2.

frühe klinische StudienDE: nicht zugelassen
GHRH-AnalogWADA

Sermorelin

GHRH(1-29)-NH₂

MuskelaufbauAnti-Aging

Sermorelin ist ein synthetisches 29-Aminosäuren-Peptid, das den ersten 29 Aminosäuren des endogenen Wachstumshormon-Releasinghormons (GHRH) entspricht — der kürzesten Sequenz, die noch volle biologische Aktivität am GHRH-Rezeptor (GHRHR) aufweist. Durch Bindung an GHRHR in somatotrophen Zellen des Hypophysenvorderlappens stimuliert Sermorelin die Synthese und pulsatile Ausschüttung von Wachstumshormon (GH). Im Vergleich zu CJC-1295 besitzt Sermorelin eine kürzere biologische Halbwertszeit (ca. 10–20 Minuten), was physiologischere, kurzlebigere GH-Pulse erzeugt als langwirkende GHRH-Analoga.

frühe klinische StudienDE: nicht zugelassen
GHRPWADA

Hexarelin

Examorelin

MuskelaufbauRegeneration

Hexarelin ist ein synthetisches Hexapeptid und das potenzieste GH-Sekretagogon der GHRP-Klasse. Als hochaffiner GHS-R1a-Agonist erzeugt es bei äquimolaren Dosen 2–3-fach höhere GH-Pulse als GHRP-2, GHRP-6 oder Ipamorelin. Zusätzlich zur GHS-R1a-Aktivität bindet Hexarelin den CD36-Scavenger-Rezeptor — ein Wirkmechanismus, der keine andere GHRP-Verbindung zeigt und kardioprotektive Effekte vermitteln soll (Reduktion myokardialer Fibrose, Verbesserung der Herzfunktion in Tiermodellen). Hexarelin steigert Cortisol und Prolaktin stärker als andere GHRPs und zeigt ausgeprägte Tachyphylaxie.

frühe klinische StudienDE: nicht zugelassen
GHRH-AnalogWADA

Mod GRF 1-29

Modified GRF (1-29)

MuskelaufbauAnti-Aging

Mod GRF 1-29 ist ein synthetisches GHRH-Analog, das auf den ersten 29 Aminosäuren des Wachstumshormon-Releasing-Hormons basiert. Gegenüber Sermorelin (unmodifiziertes GHRH 1-29) trägt es vier Aminosäure-Substitutionen (D-Ala², Gln⁸, Ala¹⁵, Leu²⁷), die es gegen den enzymatischen Abbau durch Dipeptidylpeptidase-IV (DPP-IV) stabilisieren und die Rezeptoraffinität erhöhen. Im Unterschied zu CJC-1295 mit DAC besitzt Mod GRF 1-29 keine Albumin-Bindungsgruppe — die Halbwertszeit beträgt daher nur etwa 30 Minuten statt mehrerer Tage. Dies erzeugt einen kurzen, pulsatilen GH-Anstieg, der dem physiologischen Ausschüttungsmuster näherkommt als die anhaltende Grundlinien-Erhöhung der DAC-Variante.

präklinischDE: nicht zugelassen
WachstumshormonWADA

Somatropin (HGH)

Somatropin

MuskelaufbauStoffwechselAnti-Aging

Somatropin ist rekombinant hergestelltes humanes Wachstumshormon (hGH), ein 191-Aminosäuren-Protein, das in Aufbau und Wirkung dem körpereigenen hypophysären Wachstumshormon entspricht. Es bindet an den Wachstumshormonrezeptor und vermittelt seine Effekte teils direkt, teils über die Freisetzung von IGF-1, vorwiegend in der Leber. Beschrieben sind Effekte auf Längenwachstum (im Kindesalter), Proteinsynthese, Lipolyse und Kohlenhydratstoffwechsel.

etabliert klinischDE: verschreibungspflichtig
IGF / InsulinanalogWADA

MGF

Mechano Growth Factor

MuskelaufbauRegeneration

MGF (Mechano Growth Factor) ist eine Spleißvariante des IGF-1-Gens (IGF-1 Ec), die vor allem nach mechanischer Muskelbelastung exprimiert wird. Das charakteristische C-terminale E-Peptid wird als eigenständiges Signal diskutiert, das die Aktivierung und Proliferation muskulärer Satellitenzellen fördern soll. Die pegylierte Form (PEG-MGF) soll die sehr kurze Halbwertszeit des nativen Peptids verlängern. Der genaue Rezeptor des E-Peptids ist nicht abschließend geklärt.

präklinischDE: nicht zugelassen
IGF / InsulinanalogWADA

IGF-1 DES

IGF-1 DES

MuskelaufbauRegeneration

IGF-1 DES ist eine verkürzte Variante des insulinähnlichen Wachstumsfaktors 1, der die ersten drei N-terminalen Aminosäuren fehlen (DES(1-3)IGF-1). Durch diese Verkürzung bindet das Molekül deutlich schwächer an IGF-Bindungsproteine, wodurch es im Gewebe eine höhere relative Aktivität am IGF-1-Rezeptor entfalten kann. In Zellmodellen wurde eine im Vergleich zum vollständigen IGF-1 gesteigerte Potenz beschrieben. Die Wirkung betrifft Zellproliferation, -differenzierung und anabole Signalwege.

präklinischDE: nicht zugelassen
SonstigesWADA

ACE-031

ACE-031

Muskelaufbau

ACE-031 ist ein löslicher Köder-Rezeptor: ein Fusionsprotein aus der extrazellulären Domäne des Activin-Rezeptors Typ IIB (ActRIIB) und einem Antikörper-Fc-Teil. Es bindet Myostatin und verwandte Liganden, bevor diese an ihren zellulären Rezeptor andocken können, und hebt so deren wachstumshemmende Wirkung auf die Muskulatur auf. Dadurch wurde in Studien eine Zunahme von Muskelmasse beschrieben. ACE-031 ist kein klassisches Peptid, sondern ein rekombinantes Fusionsprotein.

frühe klinische StudienDE: nicht zugelassen

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