GHRPRedaktionell geprüft · 1. Mai 2026

Ipamorelin

Auch bekannt als NNC 26-0161, IPAM

nicht zugelassenEvidenz · frühe klinische Studien3 Studien zitiertWADA-gelistet

Struktur · schematisch

Peptidkette aus 5 Aminosäuren · GHRP

Sequenz

Aib-His-D-2-Nal-D-Phe-Lys-NH₂

Schematische Darstellung der Aminosäurekette — keine chemische Strukturformel. Jeder Knoten steht für eine Aminosäure.

Forschungsbereiche*

Muskelaufbau
Anti-Aging

* Forschungskontexte, in denen das Peptid untersucht wurde – keine zugesicherten oder empfohlenen Wirkungen.

§ 1

Wirkmechanismus

  • Ipamorelin ist ein synthetisches Pentapeptid und selektiver Agonist am Ghrelin-Rezeptor (GHS-R1a).
  • Durch Bindung an diesen Rezeptor in Hypophyse und Hypothalamus stimuliert es die pulsatile Sekretion von Wachstumshormon (GH).
  • Im Vergleich zu anderen GHRP-Substanzen (z. B. GHRP-6) weist Ipamorelin in präklinischen Studien eine geringere Stimulation von ACTH und Cortisol auf, was als potenzieller Selektivitätsvorteil gewertet wurde – klinische Bestätigung steht aus.
§ 2

Forschungsstand

  • Ipamorelin wurde in präklinischen Studien auf GH-sekretogene Eigenschaften und in frühen klinischen Studien auf Verträglichkeit und pharmakokinetische Parameter untersucht.
  • Novo Nordisk entwickelte Ipamorelin bis in die klinische Phase, stellte das Programm jedoch ein.
  • Nachfolgende akademische und kommerzielle Studien blieben im Frühphasenstadium.
  • Für keine Indikation liegen Phase-III-Daten oder eine Marktzulassung vor.

Evidenzniveau

PräklinischFrüh klinischEtabliert klinisch
§ 3

Zitierte Studien

  1. 1998
    Ipamorelin, the first selective growth hormone secretagogue
  2. 1999
    Growth hormone-releasing effects of ipamorelin in man
  3. 1999
    Selectivity of ipamorelin for growth hormone secretion without stimulating prolactin or ACTH
§ 4

Bekannte Risiken

  • 01GH-Überstimulation bei anhaltender Anwendung (Insulinresistenz, IGF-1-Anstieg)
  • 02Kopfschmerzen, Flush-Reaktionen (aus frühen klinischen Studien beschrieben)
  • 03Unbekannte Langzeitsicherheit – kein abgeschlossenes klinisches Programm
  • 04Theoretisches Krebsrisiko durch chronisch erhöhte IGF-1-Spiegel
  • 05Rechtliches Risiko: Besitz kann nach ADBG/DmMV strafbar sein
  • 06Produktqualität bei nicht zugelassenen Quellen nicht kontrollierbar
§ 5

Häufige Fragen

Was ist Ipamorelin?

Ipamorelin ist ein synthetisches Pentapeptid und selektiver Agonist am Ghrelin-Rezeptor (GHS-R1a).

Was für ein Peptid ist Ipamorelin?

Ipamorelin gehört zur Substanzklasse GHRP.

Ist Ipamorelin in Deutschland legal?

Ipamorelin ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen. Ein Bezug außerhalb klinischer Studien ist rechtlich problematisch. Zudem ist die Substanz dopingmittelrechtlich relevant (DmMV).

Wo kann man Ipamorelin kaufen?

Peptica verkauft nichts und nennt keine Bezugsquellen. Ipamorelin ist in Deutschland „nicht zugelassen"; der Bezug nicht zugelassener Substanzen außerhalb klinischer Studien ist illegal und mit Qualitäts- und Sicherheitsrisiken verbunden.

Ist Ipamorelin im Sport verboten (WADA)?

Ja. Ipamorelin ist auf der WADA-Verbotsliste gelistet und damit im Leistungssport verboten.

Welche Risiken sind bei Ipamorelin bekannt?

Dokumentierte Risiken sind u. a.: GH-Überstimulation bei anhaltender Anwendung (Insulinresistenz, IGF-1-Anstieg); Kopfschmerzen, Flush-Reaktionen (aus frühen klinischen Studien beschrieben). Dies ist keine vollständige Sicherheitsbewertung und kein medizinischer Rat — die vollständige Liste steht im Abschnitt Risiken.

Wie gut ist Ipamorelin erforscht?

Die Datenlage wird als „frühe klinische Studien“ eingestuft. Auf dieser Seite werden 3 Studien zitiert.

Wie hoch ist das Molekulargewicht von Ipamorelin?

Ipamorelin hat ein Molekulargewicht von etwa 711.9 Da und eine Plasma-Halbwertszeit von ca. 2 Stunden.

Welche Peptide sind mit Ipamorelin verwandt?

Eng verwandte Einträge: CJC-1295, Tesamorelin. Ein direkter Vergleich ist über die Vergleichsfunktion möglich.

Verwandte Einträge

Rechtsstatus

Deutschland

nicht zugelassen

Österreich

nicht zugelassen

Schweiz

nicht zugelassen

EU

nicht zugelassen

USA

nicht zugelassen

Kanada

nicht zugelassen
WADA-gelistet · S2DmMV-relevant

Der Rechtsstatus ist länderabhängig und kann sich ändern. Dies ist keine Rechtsberatung.

Quellen & Methodik

  • 3 peer-reviewte Studien zitiert, wo verfügbar mit PubMed verlinkt.
  • Molekulardaten gegen PubChem und Primärliteratur verifiziert. PubChem CID 9831659
  • Redaktioneller Standard: keine Dosierungshinweise, keine Bezugsquellen, Evidenzniveau explizit ausgewiesen.

Zuletzt redaktionell geprüft: 1. Mai 2026

Rechtliche Einschätzung

Ipamorelin ist als GHRP auf der WADA-Verbotsliste (S2) gelistet und fällt unter das deutsche Antidopinggesetz (ADBG). Es ist in der Dopingmittel-Mengen-Verordnung (DmMV) als relevante Substanzklasse erfasst. Besitz nicht geringer Mengen kann nach § 4 ADBG strafbar sein. Keine EU-Zulassung. Eingestuft als nicht zu beziehen.

Wichtiger Hinweis

Diese Seite dient ausschließlich der sachlichen, wissenschaftlich orientierten Information über Peptide. Sie stellt keine medizinische Beratung dar, ersetzt kein ärztliches Gespräch und enthält keine Empfehlungen zur Anwendung am Menschen.

Diese Seite verkauft keine Substanzen und nennt keine Bezugsquellen für nicht zugelassene Substanzen. Für medizinische Fragen wenden Sie sich bitte an qualifiziertes medizinisches Fachpersonal.

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§ 6

Community-Notizen

Hinweis: Diese Beiträge sind Nutzermeinungen und kein medizinischer Rat. Beiträge mit Dosierungsangaben, Heilversprechen oder Kaufempfehlungen werden gelöscht. Alle Einträge werden vor Veröffentlichung manuell geprüft.