Substanzklasse

Neuropeptid

7 Eintrage

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Neuropeptid

DSIP

Delta Sleep-Inducing Peptide

Kognition

DSIP ist ein Nonapeptid (Sequenz: Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-Glu), das 1977 aus dem thalamischen Venenblut von Kaninchen isoliert wurde. Die molekularen Wirkmechanismen sind bis heute nicht vollständig aufgeklärt. Diskutiert werden Interaktionen mit GABA-Rezeptoren, eine modulierende Wirkung auf die Hypothalamus-Hypophysen-Achse sowie neuroprotektive Eigenschaften über antioxidative Pfade. In Tierversuchen wurden Veränderungen des Schlaf-EEGs nach intrazerebroventrikulärer Gabe beobachtet, die Übertragbarkeit auf systemische Gaben am Menschen ist unklar.

präklinischDE: nicht klassifiziert
Neuropeptid

VIP

Vasoaktives Intestinales Peptid

ImmunmodulationKognition

VIP ist ein 28-Aminosäuren-Neuropeptid aus der Sekretin/Glukagon-Superfamilie, das im gesamten Nervensystem sowie in intestinalen, respiratorischen und immunologischen Geweben produziert wird. VIP bindet die G-Protein-gekoppelten Rezeptoren VPAC1 und VPAC2, was über cAMP-Signalwege zu Vasodilatation, Bronchodilatation und ausgeprägter Immunmodulation führt. Immunologisch hemmt VIP die Produktion proinflammatorischer Zytokine (TNF-α, IL-6, IL-12) und fördert regulatorische T-Zellen (Tregs) sowie anti-inflammatorische Mediatoren (IL-10). In Lunge und Darm wirkt VIP zudem als neuroprotektiver und epithelschützender Mediator.

frühe klinische StudienDE: nicht zugelassen
Neuropeptid

Oxytocin

Oxytocin

Kognition

Oxytocin ist ein zyklisches Nonapeptid, das im Hypothalamus gebildet und über die Neurohypophyse ausgeschüttet wird. Peripher wirkt es an Oxytocin-Rezeptoren der Gebärmutter (Wehentätigkeit) und der Brustdrüse (Milchejektion). Im zentralen Nervensystem wird es im Kontext von sozialem Verhalten, Bindung, Vertrauen und Stressregulation untersucht. Die kurze Halbwertszeit und die begrenzte Passage der Blut-Hirn-Schranke sind methodisch relevant.

frühe klinische StudienDE: verschreibungspflichtig
Neuropeptid

Cerebrolysin

Cerebrolysin

KognitionRegeneration

Cerebrolysin ist kein einzelnes Peptid, sondern ein standardisiertes Gemisch niedermolekularer Peptide und freier Aminosäuren, gewonnen aus Schweinehirngewebe. Ihm werden neurotrophe und neuroprotektive Eigenschaften zugeschrieben, die denen körpereigener neurotropher Faktoren ähneln sollen. Diskutiert werden Effekte auf neuronales Überleben, synaptische Plastizität und die Modulation von Entzündungs- und Apoptose-Prozessen. Die genaue Zusammensetzung und der Wirkmechanismus sind nicht vollständig charakterisiert.

frühe klinische StudienDE: nicht zugelassen
Neuropeptid

Dihexa

Dihexa

Kognition

Dihexa ist ein kleines, von Angiotensin IV abgeleitetes Peptidanalogon, das für eine verbesserte Stabilität und Membrangängigkeit modifiziert wurde. In präklinischen Arbeiten wird es mit dem Hepatozyten-Wachstumsfaktor (HGF) und dessen Rezeptor c-Met in Verbindung gebracht und soll die Synapsenbildung (Synaptogenese) fördern. Untersucht wurde es im Kontext von Lern- und Gedächtnisleistung in Tiermodellen. Der genaue molekulare Wirkmechanismus ist Gegenstand der Forschung.

präklinischDE: nicht zugelassen
Neuropeptid

P021

P021

Kognition

P021 ist ein kleines, peptidmimetisches Molekül, das von einer aktiven Region des ziliären neurotrophen Faktors (CNTF) abgeleitet ist. Es ist so gestaltet, dass es metabolisch stabil und blut-hirn-schrankengängig sein soll. In präklinischen Modellen wird ihm eine Förderung von Neurogenese und neurotrophen Signalwegen (u. a. BDNF) sowie eine Hemmung pathologischer Tau-Veränderungen zugeschrieben. Untersucht wird es im Kontext von Alzheimer-Modellen.

präklinischDE: nicht zugelassen
Neuropeptid

PE-22-28

PE-22-28

Kognition

PE-22-28 ist ein verkürztes Analogon von Spadin, einem körpereigenen Peptid, das aus dem Propeptid des Sortilin/Neurotensin-Rezeptors 3 stammt. Es hemmt den Kaliumkanal TREK-1, der an Stimmungsregulation und Depression beteiligt ist. In präklinischen Modellen werden eine schnelle antidepressive Wirkung und eine Förderung von Neurogenese und Synaptogenese beschrieben. PE-22-28 wurde als stabileres, besser bioverfügbares Spadin-Derivat entwickelt.

präklinischDE: nicht zugelassen