NeuropeptidRedaktionell geprüft · 30. Mai 2026

Oxytocin

Auch bekannt als Oxytocin, Pitocin, Syntocinon u. a.

verschreibungspflichtigEvidenz · frühe klinische Studien2 Studien zitiert

Struktur · schematisch

Peptidkette aus 9 Aminosäuren · Neuropeptid

Sequenz

Cys-Tyr-Ile-Gln-Asn-Cys-Pro-Leu-Gly-NH₂ (Disulfid 1–6)

Schematische Darstellung der Aminosäurekette — keine chemische Strukturformel. Jeder Knoten steht für eine Aminosäure.

Forschungsbereiche*

Kognition

* Forschungskontexte, in denen das Peptid untersucht wurde – keine zugesicherten oder empfohlenen Wirkungen.

§ 1

Wirkmechanismus

  • Oxytocin ist ein zyklisches Nonapeptid, das im Hypothalamus gebildet und über die Neurohypophyse ausgeschüttet wird.
  • Peripher wirkt es an Oxytocin-Rezeptoren der Gebärmutter (Wehentätigkeit) und der Brustdrüse (Milchejektion).
  • Im zentralen Nervensystem wird es im Kontext von sozialem Verhalten, Bindung, Vertrauen und Stressregulation untersucht.
  • Die kurze Halbwertszeit und die begrenzte Passage der Blut-Hirn-Schranke sind methodisch relevant.
§ 2

Forschungsstand

  • Oxytocin ist als geburtshilfliches Arzneimittel (Wehenförderung, postpartale Blutung) seit Langem zugelassen und etabliert.
  • Grundlagenarbeiten beschreiben Oxytocin-Rezeptor-Signalwege und ihre Verbindung zum Verhalten.
  • Im Bereich der intranasalen Anwendung bei sozialer Kognition und neurologischen Entwicklungsstörungen ist die Studienlage gemischt; eine Meta-Analyse fand uneinheitliche Effekte.
  • Außerhalb der zugelassenen geburtshilflichen Indikationen ist die Evidenz begrenzt.

Evidenzniveau

PräklinischFrüh klinischEtabliert klinisch
§ 3

Zitierte Studien

  1. 2018
    The Oxytocin Receptor: From Intracellular Signaling to Behavior
  2. 2018
    Intranasal oxytocin, social cognition and neurodevelopmental disorders: A meta-analysis
§ 4

Bekannte Risiken

  • 01Geburtshilflich: Überstimulation der Uterusaktivität möglich (nur unter Aufsicht)
  • 02Wasserintoxikation/Hyponatriämie bei hohen Dosen (antidiuretische Wirkung)
  • 03Blutdruck- und Herzfrequenzveränderungen
  • 04Intranasale Anwendung außerhalb der Zulassung: Evidenz gemischt, Sicherheit nicht etabliert
  • 05Übelkeit, Kopfschmerzen möglich
§ 5

Häufige Fragen

Was ist Oxytocin?

Oxytocin ist ein zyklisches Nonapeptid, das im Hypothalamus gebildet und über die Neurohypophyse ausgeschüttet wird.

Was für ein Peptid ist Oxytocin?

Oxytocin gehört zur Substanzklasse Neuropeptid.

Ist Oxytocin in Deutschland legal?

Oxytocin ist in Deutschland verschreibungspflichtig und darf nur mit ärztlicher Verordnung bezogen werden.

Wo kann man Oxytocin kaufen?

Peptica verkauft nichts und nennt keine Bezugsquellen. Oxytocin ist in Deutschland „verschreibungspflichtig"; der Bezug nicht zugelassener Substanzen außerhalb klinischer Studien ist illegal und mit Qualitäts- und Sicherheitsrisiken verbunden.

Ist Oxytocin im Sport verboten (WADA)?

Oxytocin ist derzeit nicht auf der WADA-Verbotsliste gelistet.

Welche Risiken sind bei Oxytocin bekannt?

Dokumentierte Risiken sind u. a.: Geburtshilflich: Überstimulation der Uterusaktivität möglich (nur unter Aufsicht); Wasserintoxikation/Hyponatriämie bei hohen Dosen (antidiuretische Wirkung). Dies ist keine vollständige Sicherheitsbewertung und kein medizinischer Rat — die vollständige Liste steht im Abschnitt Risiken.

Wie gut ist Oxytocin erforscht?

Die Datenlage wird als „frühe klinische Studien“ eingestuft. Auf dieser Seite werden 2 Studien zitiert.

Wie hoch ist das Molekulargewicht von Oxytocin?

Oxytocin hat ein Molekulargewicht von etwa 1007.2 Da und eine Plasma-Halbwertszeit von ca. 1–6 Minuten.

Welche Peptide sind mit Oxytocin verwandt?

Eng verwandte Einträge: Kisspeptin. Ein direkter Vergleich ist über die Vergleichsfunktion möglich.

Verwandte Einträge

Rechtsstatus

Deutschland

verschreibungspflichtig

Österreich

verschreibungspflichtig

Schweiz

verschreibungspflichtig

EU

zugelassenes Arzneimittel

USA

verschreibungspflichtig

Kanada

verschreibungspflichtig

Der Rechtsstatus ist länderabhängig und kann sich ändern. Dies ist keine Rechtsberatung.

Quellen & Methodik

  • 2 peer-reviewte Studien zitiert, wo verfügbar mit PubMed verlinkt.
  • Molekulardaten gegen PubChem und Primärliteratur verifiziert. PubChem CID 439302
  • Redaktioneller Standard: keine Dosierungshinweise, keine Bezugsquellen, Evidenzniveau explizit ausgewiesen.

Zuletzt redaktionell geprüft: 30. Mai 2026

Wichtiger Hinweis

Diese Seite dient ausschließlich der sachlichen, wissenschaftlich orientierten Information über Peptide. Sie stellt keine medizinische Beratung dar, ersetzt kein ärztliches Gespräch und enthält keine Empfehlungen zur Anwendung am Menschen.

Diese Seite verkauft keine Substanzen und nennt keine Bezugsquellen für nicht zugelassene Substanzen. Für medizinische Fragen wenden Sie sich bitte an qualifiziertes medizinisches Fachpersonal.

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§ 6

Community-Notizen

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