Substanzklasse

IGF / Insulinanalog

4 Eintrage

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IGF / InsulinanalogWADA

IGF-1

Insulin-like Growth Factor 1

MuskelaufbauRegeneration

IGF-1 ist ein 70-Aminosäuren-Polypeptid mit struktureller Homologie zu Insulin. Es bindet primär an den IGF-1-Rezeptor (IGF-1R), worüber es die PI3K/Akt/mTOR- sowie die Ras/MAPK-Signalkaskade aktiviert. Die Hauptproduktionsstätte ist die Leber, wo die Synthese durch Wachstumshormon (GH) stimuliert wird. IGF-1 gilt als zentraler Mediator der anabolen Wachstumshormon-Effekte auf Muskel-, Knochen- und Nervengewebe. Im Blut zirkuliert IGF-1 gebunden an IGF-Bindungsproteine (IGFBPs), die seine Bioverfügbarkeit und Halbwertszeit regulieren.

frühe klinische StudienDE: verschreibungspflichtig
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IGF-1 LR3

Long R3 IGF-1

Muskelaufbau

IGF-1 LR3 ist eine synthetisch modifizierte Variante des humanen IGF-1. Die Modifikation umfasst eine N-terminale Verlängerung um 13 Aminosäuren sowie den Austausch von Arginin durch Glutaminsäure an Position 3. Diese strukturellen Veränderungen reduzieren die Bindungsaffinität zu IGF-Bindungsproteinen (IGFBPs) erheblich, was die Bioverfügbarkeit steigert und die biologische Halbwertszeit im Vergleich zu nativem IGF-1 (circa 12–15 Minuten) auf geschätzte 20 Stunden verlängert. Der Wirkmechanismus am IGF-1-Rezeptor ist dem nativen IGF-1 analog: Aktivierung der PI3K/Akt/mTOR- und Ras/MAPK-Signalwege.

präklinischDE: nicht zugelassen
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MGF

Mechano Growth Factor

MuskelaufbauRegeneration

MGF (Mechano Growth Factor) ist eine Spleißvariante des IGF-1-Gens (IGF-1 Ec), die vor allem nach mechanischer Muskelbelastung exprimiert wird. Das charakteristische C-terminale E-Peptid wird als eigenständiges Signal diskutiert, das die Aktivierung und Proliferation muskulärer Satellitenzellen fördern soll. Die pegylierte Form (PEG-MGF) soll die sehr kurze Halbwertszeit des nativen Peptids verlängern. Der genaue Rezeptor des E-Peptids ist nicht abschließend geklärt.

präklinischDE: nicht zugelassen
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IGF-1 DES

IGF-1 DES

MuskelaufbauRegeneration

IGF-1 DES ist eine verkürzte Variante des insulinähnlichen Wachstumsfaktors 1, der die ersten drei N-terminalen Aminosäuren fehlen (DES(1-3)IGF-1). Durch diese Verkürzung bindet das Molekül deutlich schwächer an IGF-Bindungsproteine, wodurch es im Gewebe eine höhere relative Aktivität am IGF-1-Rezeptor entfalten kann. In Zellmodellen wurde eine im Vergleich zum vollständigen IGF-1 gesteigerte Potenz beschrieben. Die Wirkung betrifft Zellproliferation, -differenzierung und anabole Signalwege.

präklinischDE: nicht zugelassen