Struktur · schematisch
Peptidkette aus 4 Aminosäuren · Sonstiges
Sequenz
Ala-Glu-Asp-Gly (AEDG)
Schematische Darstellung der Aminosäurekette — keine chemische Strukturformel. Jeder Knoten steht für eine Aminosäure.
Forschungsbereiche*
* Forschungskontexte, in denen das Peptid untersucht wurde – keine zugesicherten oder empfohlenen Wirkungen.
Wirkmechanismus
- Epithalon ist ein synthetisches Tetrapeptid (Ala-Glu-Asp-Gly), das von Wladimir Chawinson am St.
- Petersburg Institute of Bioregulation and Gerontology aus der Zirbeldrüse (Epiphyse) isoliert wurde.
- In Laborstudien wurde beschrieben, dass Epithalon die Aktivität der Telomerase in menschlichen somatischen Zellen erhöhen und Telomere verlängern kann.
- Telomerase ist ein Enzym, das den Abbau telomerer DNA-Sequenzen beim Zellteilen verlangsamen kann.
- Weiterhin wurden in Zell- und Tiermodellen Interaktionen mit Melatonin-Synthese und hypothalamisch-hypophysären Regulationsachsen beschrieben.
- Die molekularen Zielstrukturen am Menschen sind nicht abschließend identifiziert.
Forschungsstand
- Die Forschung zu Epithalon stammt überwiegend aus russischen Instituten und konzentriert sich auf Tiermodelle (Mäuse, Ratten) sowie in vitro-Studien.
- In Tiermodellen wurden Beobachtungen zu verlängerter Lebensspanne und reduzierten Tumorinzidenzen beschrieben; die Übertragbarkeit auf den Menschen ist nicht belegt.
- Eine Langzeitstudie der Gruppe Chawinson an älteren Menschen (n=79) beschrieb Effekte auf verschiedene physiologische Parameter; das Studiendesign entspricht nicht heutigen klinischen Standards.
- Unabhängige, randomisierte, kontrollierte klinische Studien nach GCP-Standard fehlen vollständig.
- Die Substanz ist weder im EU-Zulassungsverfahren noch in aktiven klinischen Programmen außerhalb Russlands.
Evidenzniveau
Zitierte Studien
Bekannte Risiken
- 01Kein etabliertes Sicherheitsprofil am Menschen – keine GCP-konformen klinischen Studien
- 02Telomerase-Aktivierung ist theoretisch ein zweischneidiges Schwert: Telomerase ist in Tumorzellen häufig überaktiv
- 03Mögliche Förderung von Tumorwachstum durch unkontrollierte Telomerverlängerung – nicht ausgeschlossen
- 04Herkunft und Qualität der meisten kommerziellen Präparate nicht kontrollierbar
- 05Studienlage beruht fast ausschließlich auf einer Forschungsgruppe – unabhängige Replikation fehlt
Häufige Fragen
Was ist Epithalon?
Epithalon ist ein synthetisches Tetrapeptid (Ala-Glu-Asp-Gly), das von Wladimir Chawinson am St.
Was für ein Peptid ist Epithalon?
Epithalon gehört zur Substanzklasse Sonstiges.
Ist Epithalon in Deutschland legal?
Der arzneimittelrechtliche Status von Epithalon in Deutschland ist nicht eindeutig klassifiziert.
Wo kann man Epithalon kaufen?
Peptica verkauft nichts und nennt keine Bezugsquellen. Epithalon ist in Deutschland „nicht klassifiziert"; der Bezug nicht zugelassener Substanzen außerhalb klinischer Studien ist illegal und mit Qualitäts- und Sicherheitsrisiken verbunden.
Ist Epithalon im Sport verboten (WADA)?
Epithalon ist derzeit nicht auf der WADA-Verbotsliste gelistet.
Welche Risiken sind bei Epithalon bekannt?
Dokumentierte Risiken sind u. a.: Kein etabliertes Sicherheitsprofil am Menschen – keine GCP-konformen klinischen Studien; Telomerase-Aktivierung ist theoretisch ein zweischneidiges Schwert: Telomerase ist in Tumorzellen häufig überaktiv. Dies ist keine vollständige Sicherheitsbewertung und kein medizinischer Rat — die vollständige Liste steht im Abschnitt Risiken.
Wie gut ist Epithalon erforscht?
Die Datenlage wird als „präklinisch“ eingestuft. Auf dieser Seite werden 3 Studien zitiert.
Wie hoch ist das Molekulargewicht von Epithalon?
Epithalon hat ein Molekulargewicht von etwa 390.35 Da.
Welche Peptide sind mit Epithalon verwandt?
Eng verwandte Einträge: MOTS-c. Ein direkter Vergleich ist über die Vergleichsfunktion möglich.
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Rechtsstatus
Deutschland
nicht klassifiziertÖsterreich
nicht klassifiziertSchweiz
nicht klassifiziertEU
nicht klassifiziertUSA
nicht zugelassenKanada
nicht zugelassenDer Rechtsstatus ist länderabhängig und kann sich ändern. Dies ist keine Rechtsberatung.
Quellen & Methodik
- 3 peer-reviewte Studien zitiert, wo verfügbar mit PubMed verlinkt.
- Molekulardaten gegen PubChem und Primärliteratur verifiziert. PubChem CID 219042
- Redaktioneller Standard: keine Dosierungshinweise, keine Bezugsquellen, Evidenzniveau explizit ausgewiesen.
Zuletzt redaktionell geprüft: 1. Mai 2026
Wichtiger Hinweis
Diese Seite dient ausschließlich der sachlichen, wissenschaftlich orientierten Information über Peptide. Sie stellt keine medizinische Beratung dar, ersetzt kein ärztliches Gespräch und enthält keine Empfehlungen zur Anwendung am Menschen.
Diese Seite verkauft keine Substanzen und nennt keine Bezugsquellen für nicht zugelassene Substanzen. Für medizinische Fragen wenden Sie sich bitte an qualifiziertes medizinisches Fachpersonal.
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